Sammeln kannst du das ganze Jahr – doch fünf Dinge wachsen dir nie von selbst zu. Dieser Beitrag zeigt dir die fünf Lebensmittel, die du als Selbstversorger bevorraten musst, wie du sie richtig lagerst und wie viel du pro Jahr brauchst. Lies weiter, bevor die Regale leer sind.
Gott sagte mir: Diese 5 Lebensmittel bevorraten – alles andere ist nutzlos
Dieses Video macht die Runde. Zugeschrieben wird die nächtliche Botschaft dem spanischen Bestsellerautor J.J. Benítez. Ob Gott wirklich so zu ihm sprach? Das kann ich nicht beurteilen, und du auch nicht. «Prüft alles, das Gute behaltet», rät Paulus (1. Thessalonicher 5,21). Das Spektakuläre lassen wir also offen – doch der praktische Kern ist grundvernünftig und biblisch uralt. Hier ist, wie wir das sehen.

Stell dir vor, es ist Winter – tiefer, dritter Krisenmonat. Die Reserven schmelzen, das Fasten zieht sich länger hin als geplant. Draussen spriessen die ersten Wildkräuter zaghaft aus dem kalten Boden, aber sie füllen noch keinen Teller. Grün beruhigt das Auge, doch es liefert keine Kalorien, kein Fett und kein Salz. Genau hier zeigt sich der blinde Fleck vieler Selbstversorger: Wir üben das Sammeln, das Gärtnern, das Einmachen – doch ein paar Dinge kannst du weder pflücken noch über Nacht anbauen. Schon Salomo rät: «Geh hin zur Ameise … sie sammelt im Sommer ihre Nahrung» (Sprüche 6,6-8).
Im letzten Beitrag über wirklich autarkes Leben haben wir das angerissen – jetzt gehen wir tiefer. Es sind fünf Grundnahrungsmittel – wenn möglich immer bio, oder noch besser: demeter – die du in der wENDeZEIT bevorraten musst. Heute, solange die Regale noch voll sind. Wer sie hat, kocht auch im Sturm eine warme Mahlzeit. Wer sie vergisst, merkt die Lücke erst, wenn es zu spät ist.
1. Getreide statt Reis: der Sack Korn, der dich überlebt lässt
Als Josef in Ägypten den Traum des Pharao deutete, liess er nicht Gold einlagern, sondern Getreide (1. Mose 41). Sieben fette Jahre füllten die Speicher, sieben magere leerten sie – und das Korn rettete ganze Völker. Das war kein Misstrauen gegen Gott, sondern kluge Ordnung.
Viele Krisenstimmen rufen heute nach Reis. Reis sättigt, lagert lange und kocht mit blossem Wasser – das stimmt. Doch zwei Dinge stören. Reis ist häufig mit Arsen belastet, einem krebserregenden Halbmetall, das sich vor allem in den Randschichten anreichert und unseren Körper, den Tempel Gottes, unnötig belastet. Und weisser, polierter Reis ist totes Korn – er keimt nicht mehr.

Getreide dagegen kannst du im Glas ankeimen und zu Sprossen ziehen – lebendige Frischkost mitten im Winter. Ganzes Korn hält bis zu 20 Jahre, Mehl dagegen wird ranzig. Also lagerst du das Korn und dazu eine Handmühle. Weizen bringt Ertrag und Backvolumen, Dinkel ist das robuste Urkorn im schützenden Spelz – warum also nicht beides? Der wahre Hebel für Verträglichkeit ist ohnehin die lange Sauerteigführung, nicht die Sorte.
Merksatz: Lagere ganzes Korn plus Mühle. Getreide, das du keimen kannst, schlägt toten Reis.
2. Hülsenfrüchte: die Proteinbombe, die in den Rucksack passt
Auf unseren Trekkingtouren und der letzten Overlandreise mit dem Jimny hatten wir immer eine Reserve dabei, die kaum wog und doch alles konnte: Linsen. Zusammen mit einem Korn gekocht, ergeben sie ein vollständiges Eiweiss – so nährend, dass ein Teller satt und stark macht. Genau das erkannten schon Daniel und seine Freunde am Königshof: Sie baten um Gemüse und Hülsenfrüchte statt um die feine Palasttafel und waren nach zehn Tagen gesünder und kräftiger als alle anderen (Daniel 1).

Linsen und Bohnen unterscheiden sich im Alltag: Linsen sind klein, brauchen kaum Einweichen und sind schnell gar; Bohnen wollen über Nacht eingeweicht und länger gekocht sein. Beide lagerst du trocken, dunkel und luftdicht, am besten mit ein paar Lorbeerblättern gegen Schädlinge. In bester Qualität halten sie ein bis zwei Jahre, sauerstoffarm eingelagert deutlich länger – sie werden dann nur härter und brauchen mehr Kochzeit. Das frische Grün steuern die essbaren Wildpflanzen bei, sobald der Frühling zurückkehrt.
Merksatz: Hülsenfrucht plus Korn plus Wildgrün – die vollständige Krisenmahlzeit.
3. Fett und Öl: das Problem, das kaum jemand auf dem Schirm hat
Aus unserer Erfahrung ist Öl der am meisten unterschätzte Vorrat. Dein Gehirn besteht zu rund 60 Prozent aus Fett; ohne Fett wird das Denken träge und die Zellen stumm. Öl ist keine Beilage, es ist Leben.
Kann man es selbst pressen? Kaum. Aus einem Kilo Leinsamen holst du rund vier Deziliter Öl – fast die halbe Menge, das ist noch passabel. Doch Leinöl ist eine Diva: nur in Blauglas, dunkel und kalt, und selbst dann nur wenige Wochen haltbar. Bei anderen Saaten wird es absurd. Bei der Nachtkerze etwa ergeben rund 20’000 Samen gerade einmal einen Milliliter Öl – für einen einzigen Liter bräuchtest du Millionen Samen. Also kaufen wir zu, solange es geht.
Olivenöl ist dabei doppelt wertvoll, denn es ist zugleich ein altes Heilmittel: warm ins Ohr bei Schmerzen, auf trockene Haut, als Ölziehen für den Mund oder ein Löffel nüchtern für die Verdauung. Nicht umsonst salbte Samuel den David mit Öl, und die «Sünderin» im Haus des Pharisäers Simon die Füsse von Jesus (Lukasevangelium 7, 36-50).

Und was hält lange? Gesättigte Fette. Ihnen fehlen die offenen Doppelbindungen, an denen Sauerstoff angreift – darum werden sie kaum ranzig. Kokosöl ist so ein Fett, sein Konzentrat ist das MCT-Öl: mittelkettige Fettsäuren aus der Kokosnuss, geschmacksneutral und äusserst lagerstabil. Fürs scharfe Anbraten nimmst du wegen des höheren Rauchpunkts besser Butterschmalz oder raffiniertes Kokosöl; MCT und Olivenöl mögen es milder.
Merksatz: Kauf jetzt gutes Öl. Olivenöl als Heilmittel, gesättigte Fette wie Kokosöl für den langen Vorrat.
4. Süsse und Kalorien: ohne eigene Zuckerfabrik
Zucker aus der Fabrik baust du in der Krise nicht nach. Honig ist die Antwort – und was für eine. Er verdirbt nie; in ägyptischen Gräbern fand man 3000 Jahre alten, noch essbaren Honig. Er gibt sofort Energie und ist zugleich Medizin: Kliniken behandeln mit medizinischem Honig Wunden, die kein Antibiotikum mehr schliesst. Zudem wirkt er stimmungsaufhellend. Wichtig in düsteren Wintertagen. Kein Wunder, dass die Bibel ihn liebt – «Iss Honig, mein Sohn, denn er ist gut» (Sprüche 24,13). Wir haben keine eigene Imkerei, also kaufen wir reinen Honig zu; wer kann, stellt einen Bienenstock in den Garten.

Und die Pflanzenwelt? Stevia süsst stark, doch sie ist nicht winterhart. Bei uns wächst stattdessen die Zuckerblattbrombeere: Sie süsst wie Stevia und treibt jedes Jahr treu neu aus. Für echte Kalorien trocknen wir Früchte – in Rohkostqualität, also unter 40 Grad. Warum? Weil oberhalb dieser Schwelle hitzeempfindliche Vitamine, Enzyme und feines Aroma leiden. Schonend getrocknet bleibt die Frucht ein kleines Kraftpaket aus Fruchtzucker und Nährstoffen, das dich über den Winter trägt.
Merksatz: Honig einlagern, winterharte Süsse pflanzen, Früchte schonend unter 40 Grad trocknen.
5. Salz: das Einzige, das du wirklich nicht selbst sammeln kannst
Getreide kannst du säen, Öl kaufen, Honig ernten. Aber Salz? Fernab vom Meer stellst du es nicht her – und darum musst du es bevorraten. Es würzt, es konserviert Fleisch und Fisch ohne Kühlung, und es hält deinen Wasserhaushalt im Lot, wenn du schwitzt und schuftest.
In Krisenzeiten ist Salz ausserdem ein ideales Tauschmittel. Das war immer so: Römische Soldaten wurden zum Teil in Salz bezahlt – daher stammt das Wort «Salär». Salz galt so viel wie Gold, weil es Leben haltbar machte.

Nur bitte kein raffiniertes, reines Natriumchlorid – da ist alles herausgewaschen, was Salz natürlich und ausgeglichen macht. Auch Meersalz ist heute heikel: In einer Untersuchung des Umweltbundesamts fand sich in allen getesteten Meersalzen Mikroplastik, in einem Fall 66’000 Partikel pro Kilo. Greif lieber zu Steinsalz. Es lagerte Millionen Jahre in der Erde, lange bevor es Plastik überhaupt gab. Und vergiss nicht: Jesus nannte dich nicht Zucker, sondern «Salz der Erde» (Matthäus 5,13) – das, was bewahrt und den Zerfall aufhält.
Merksatz: Steinsalz statt Meersalz. Reichlich – als Würze, Heilmittel und Tauschgut.
Wie viel Lebensmittel bevorraten für ein Jahr?
Der resiliente Selbstversorger rechnet, statt zu hoffen. Getreide ist arm an der Aminosäure Lysin, aber reich an Methionin. Bei Hülsenfrüchten ist es genau umgekehrt. Isst man beide zusammen (ideales Gewichtsverhältnis von ca. 4:1 bis 3:1), kann der Körper das Eiweiss fast so gut verwerten wie das von Fleisch oder Eiern. Man muss also keine riesigen „Sicherheitsmengen“ mehr lagern, um Mangelerscheinungen vorzubeugen. Wer klug Lebensmittel bevorraten will, kombiniert – statt blind zu horten.
Willst du Lebensmittel bevorraten, das ein ganzes Jahr trägt, reicht überraschend wenig: Plane pro Person und Jahr rund 115 Kilo Getreide und 25 Kilo Linsen oder Bohnen. Ergänzt du das mit 10 Kilo Honig für die schnelle Energieversorgung und 2 bis 3 Litern Speiseöl für essentielle Fette, bist du für ein ganzes Jahr kalorisch und energetisch sicher aufgestellt – bei deutlich geringerem Platzbedarf im Keller.
Ich denke grad an das uralten Hesekielbrot aus Weizen, Gerste, Bohnen, Linsen, Hirse und Dinkel (Hesekiel 4,9), das ein vollständiges Eiweiss ergibt. So brauchst du weniger und isst besser; das Rezept dazu findest du in unserem Mitgliederbereich. Und die essbaren Wildpflanzen stehen zusätzlich bereit, frei und umsonst, sobald der Frühling zurückkehrt.
Und das Geld? Gold und Silber statt wertlosem Papier
Bis hierhin ging es um Lebensmittel. Doch wer vorsorgt, denkt weiter. Papiergeld kann über Nacht wertlos werden – jede grosse Krise hat es gezeigt, von der deutschen Hyperinflation bis zu den leeren Regalen in Venezuela. Was dann noch zählt, ist Werthaltiges, das man in der Hand hält.
Gold und Silber sind seit Jahrtausenden genau das. Nicht als Zertifikat auf Papier, das nur ein Versprechen bleibt, sondern physisch: Gold als dichte Vermögenssicherung für den grossen Wert, Silber für den kleinen, alltäglichen Tausch – einen Laib Brot, einen Sack Korn. «Mein ist das Silber und mein ist das Gold, spricht der Herr» (Haggai 2,8). Es gehört Gott, und in seiner Hand ist es Werkzeug, nicht Götze.

Doch ein Wort der Warnung: Metall allein rettet nicht. «Ihr Silber und Gold werden sie auf die Gassen werfen», sagt der Prophet Hesekiel über den Tag des Zorns – wenn niemand mehr Brot dafür hergibt. Kurt Bühlmann, ein ehemaliger Banker, hat den Absturz mit über hundert Millionen Franken Schulden erlebt. Gott half ihm schuldfrei zu werden und dabei hat er gelernt: «Angst ist das Gegenteil des Glaubens.» Gold und Silber sichern den Bauch nicht, aber sie überbrücken, was Brot und Salz nicht können. Wie du dein Vermögen krisenfest und mit ruhigem Herzen ordnest, vertiefen wir im Online-Kongress «Hat Gott uns verlassen?».
Fazit: Lebensmittel bevorraten heisst vertrauen, nicht hamstern
Fünf Dinge, die kein Sammeln ersetzt: Getreide, Hülsenfrüchte, Fett, Süsse und Salz. «Ein köstlicher Schatz und Öl ist in der Wohnung des Weisen», heisst es in den Sprüchen (21,20) – der Tor dagegen vertut alles im Voraus. Vorsorge ist kein Misstrauen gegen Gott, sie ist Gehorsam wie bei Noah, der die Arche baute, als noch kein Regen fiel. Angst schwächt, Vertrauen stärkt. Und wer heute vorbereitet ist, muss morgen nicht hamstern, wenn alle anderen es tun.

Lebensmittel bevorraten fängt klein an: ein Sack Korn, ein paar Kilo Linsen und einige Beutel Steinsalz. Und wenn du das Ganze systematisch aufbauen willst, Schritt für Schritt und mit Menschen, die denselben Weg gehen: Schnupper in die Ausbildung zum «Krisen-Ernährungs-Coach» rein. Dein zukünftiges Ich wird es dir danken.
Häufig gestellte Fragen
Welche Lebensmittel sollte man für die Krise bevorraten?
Die fünf Grundpfeiler sind Getreide, Hülsenfrüchte, Fett beziehungsweise Öl, ein Süssungsmittel wie Honig und Salz. Zusammen liefern sie Kalorien, Eiweiss, Fett und Geschmack, und sie sind lange lagerfähig. Frisches Grün und Vitamine ergänzen die essbaren Wildpflanzen. Fünf Dinge genügen im Kern – die Kombination macht sie vollständig.
Wie lange ist Getreide lagerfähig?
Ganzes Korn hält bei kühler, trockener und luftdichter Lagerung bis zu 20 Jahre, entscheidend ist eine Luftfeuchte unter zwölf Prozent. Mehl wird dagegen schnell ranzig, weil das Öl im Korn oxidiert. Darum lagerst du das ganze Korn und mahlst frisch. Ein Vorteil gegenüber Reis: Getreide lässt sich sogar keimen.
Reis oder Getreide bevorraten?
Beides lagert jahrelang, doch Getreide hat zwei Vorteile: Es lässt sich ankeimen und liefert so Frischkost im Winter, und es ist nicht arsenbelastet. Reis – besonders brauner – reichert anorganisches Arsen an, das als krebserregend gilt. Wer dennoch Reis lagert, wähle weissen, wasche ihn gut und wechsle mit Getreide ab.
Ist Meersalz oder Steinsalz besser für den Vorrat?
Steinsalz ist die klügere Wahl. In Untersuchungen war jedes getestete Meersalz mit Mikroplastik belastet, weil die Meere heute voll davon sind. Steinsalz stammt aus Zeiten lange vor dem Plastik und ist meist unbelastet. Für den Vorrat ist es ideal, denn Salz hält praktisch ewig – und taugt sogar als Tauschmittel.
Wie viel Vorrat brauche ich pro Person und Jahr?
Als Faustzahl gelten etwa 115 Kilo Getreide und 25 Kilo Hülsenfrüchte pro Person, dazu 2-3 Liter Öl, 1,5 kg Salz und 10 kg Honig. Diese Kombination ist klug. Doch da einem reinen Trockenvorrat viele Vitamine fehlen, sollte die Basisernährung unbedingt täglich durch frisches Grün, saisonale essbare Wildpflanzen (wie Löwenzahn oder Brennnessel) und Sprossen ergänzt werden – sie liefern lebendiges Chlorophyll, sekundäre Pflanzenstoffe und lebenswichtiges Vitamin C direkt vor der Haustür.



